Spontane Besuche bei unseren Alpakas

Wir erhalten täglich mehrere Anfragen von Interessierten, die unsere Alpakas "nur einmal kurz" besuchen kommen möchten und gerne die Adresse der Weide haben möchten. 

Diese Anfragen lehnen wir grundsätzlich ab.


Unsere Alpakas sind unsere Haustiere. Du würdest doch sicherlich auch nicht wollen, dass jeden Tag mehrere wilfremde Menschen ohne dein Beisein bei dir auf dem Grundstück stehen und deinen Hund, deine Katze, dein Kaninchen oder dein Pferd "nur einmal anschauen wollen". 
Wir wissen nicht, wer genau die Menschen sind, die sich hinter diesen Anfragen verbergen und du hättest doch sicherlich auch kein gutes Gefühl, wenn immer wieder Leute auf deinem Grundstück unterwegs sind, die du selbst nie zuvor gesehen hast.

Fütterung der Alpakas

Alpakas sind in Bezug auf ihre Fütterung sehr sensibel. Sie stammen aus dem Hochgebirge, hier ist die Landschaft sehr karg. Alpakas ernähren sich daher nur von Gräsern, Zweigen bzw. Blättern und Heu.
Schon oft wurden wir gefragt, ob unsere Alpakas mit Möhren, Äpfeln oder getrocknetem Brot gefüttert werden dürfen?! - Auf keinen Fall !!!
Aufgrund ihrer langen Hälse und ihres speziellen Magens vertragen die kleinen Kamele wirklich nichts anderes als Rohfaser, also Heu, Gräsern bzw. Kräutern und Zweigen.
Möhren, Äpfel und Brot können aufgrund ihrer ungeeigneten harten Konsistenz zur Schlundverstopfung führen. Die Tiere fressen teilweise sehr hastig und schlingen alles in sich rein. Steckt erst einmal ein Stück Möhre tief unten im Hals fest, so ersticken die Tiere oft qualvoll.
Obst bringt noch ein weiteres Problem mit sich: Alpakas bekommen massive Probleme, wenn sie ungeeignete Nahrung wie Äpfel zu sich nehmen. Der Magen übersäuert schnell. Magenprobleme sind beim Alpaka ein weit verbreitetes Problem und schwer in den Griff zu bekommen. Eines unserer Alpakas ist bereits aufgrund eines Problems mit dem Magen verstorben, weswegen wir immer noch sehr traurig sind. Dies hatte jedoch in dem Fall nichts mit der Fütterung von Obst zu tun. Nichtsdestotrotz wissen wir jetzt wie schnell ein Tier aufgrund von Magenproblemen sterben kann. Morgens noch putzmunter, abends in Seitenlage auf der Weide, ein paar Tage später in der Tierklinik verstorben - so etwas möchten wir nie wieder!
Die Fütterung der Tiere ist demnach auch einer der Gründe, warum wir generell keinen Besuch ohne unser Beisein bei den Tieren erlauben. Das Risiko, dass Besucher einfach ihre Küchenabfälle oder extra eingekauftes Obst oder Gemüse zu den Tieren über den Zaun werfen, ist uns einfach zu hoch. Wir lieben unsere Tiere und möchten nicht, dass es aufgrund der Unachtsamkeit von Besuchern zu solch einem Vorfall kommt.
Leider sind Todesfälle aufgrund der "gut gemeinten", jedoch schlecht gemachten Fütterung von Besuchern in Deutschland keine Seltenheit. Immer mehr Höfe halten ihre Tiere für Passanten unzugänglich. In den Medien wird ständig über Todesfälle aufgrund von Möhren und Co. berichtet.


Corona

Nach geltenden Corona-Regularien (Stand: Mai 2021) dürfen sich nur angemeldete Besucher bei uns auf dem Grundstück aufhalten! Jedes unangemeldete Betreten unseres Grundstückes stellt eine Straftat dar. Wir haben mittlerweile den kompletten Eingangsbereich videoüberwacht, da immer wieder spontane Besucher vorbeikommen. 
Da wir regeläßig unangekündigt von Polizei, Ordnungs- und Veterinärmt überprüft werden machen wir grundsätzlich nie Ausnahmen in Bezug auf spontane Besuche und bringen jedes unangemeldete Betreten unseres Grundstückes zur Anzeige um uns nicht selbst in rechtliche Schwierigkeiten zu bringen. Von daher raten wir dringend zur vorherigen Terminvereinbarung.
Abgesehen von der rechtlichen Situation verstehen wir auch nicht, warum immer wieder fremde Menschen der Meinung sind, sich auf unserem Gelände aufhalten zu können. Wir laufen auch nicht auf Grundstücken herum, die uns nicht gehören.


Wir betreiben gewerbliche Tierhaltung

In erster Linie sind unsere Alpakas für uns unsere Familienmitglieder und Haustiere.
Da die Haltung jedoch extrem teuer ist, ist eine rein private Haltung kaum möglich (außer man hat z.B. ohnehin schon einen landwirtschaftlichen Betrieb o.ä.).
Wir haben jedoch extra Land für die Tiere gekauft um nicht früher oder später ein Problem mit einem auslaufenden Pachtvertrag und einer damit verbundenen heimatlosen Alpakaherde zu haben. Jedem Braunschweiger ist bewusst, dass die Grundstückspreise hier extrem hoch sind.

Der Aufbau des Alpakasdorfes kostet uns mehrere hunderttausende Euros.

Du hast sicherlich Verständnis dafür, dass wir dann nicht jedem der anfragt einfach den Standort der Tiere nennen können, als würden wir einen "kostenlosen Streichelzoo" betreiben. Die Aktivitäten mit unseren Tieren kosten nicht grundlos Geld, die Tiere sollen ein super Leben haben und die tiermedizinische Versorgung soll jederzeit gewährleitet werden können. Das klappt nicht, indem jeden Tag massenhaft Menschen kostenlos zu unserem Grundstück strömen, Selfies mit den Tieren durch den Zaun machen und wohlmöglich die Tiere hierfür noch mit ungeeignetem Futter anlocken, was dann für uns mit zusätzlichen Tierklinikkosten verbunden ist.
Wir bitten daher um Verständnis, dass der Kontakt mit den Tieren grundsätzlich nur gegen Bezahlung erfolgen kann!

Immer wieder diese Momente im Job in denen man denkt, 

Alpakahirte in Peru wäre die bessere Berufswahl gewesen.